Offener Brief

Tobias Müller/ Beiträge, Texte

Sehr geehrte Leser und Leserinnen,

mit diesen offenen Brief setzen wir ein Zeichen gegen die Diskriminierung der Randgruppe von Menschen mit Behinderungen, in Form des Europäischen Protesttag am 5. Mai 2020.
Leider kann ich als Administrator der Facebookgruppe „Inklusion und Teilhabe für ein gutes Miteinander” nicht persönlich anwesend sein, weil ich die Risikogruppe der Covid-19 abbilde.
Jedoch sind wir von der Facebookgruppe für konkretere praxistaugliche Maßnahme, die zur schnellen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention führen. Eine Einführung einer Taskforce innerhalb des Münchner Rathauses, die eine kontrollierte Umsetzung und Überwachung der vereinbarten Ziele und Maßnahmen des Nap. 2.0 fordern wir.

Des Weiteren sind wir gegen die Pläne des Gesundheitsministeriums und die Einführung des RISG / IPReG, da sie die selbstbestimmte Lebensführung für Menschen mit Behinderung einschränken.

Zudem findet im Rahmen der beruflichen Ausübung einer Tätigkeit, von Menschen mit Behinderungen, tagtäglich Diskriminierungen statt, die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung, finden außerhalb der WfBM unausreichend statt. Deswegen fordern wir die Abschaffung einer theoretisch Mindestquote, hin über zur einer vorgeschriebenen Mindestquote ohne Auswege.

Einer strikten Isolation der Risikogruppe der Coronakrise lehnen wir ab, da die Gefahr für Randgruppen bestehen aus dem System herauszufallen. Eine inklusive Gesellschaft muss sich vielmehr, für das Interesse hilfebedürftiger Menschen einsetzen. Auch die Beschaffung an auszureichende Menge von Mundschutz begrüßen wir. Zudem muss eine Anzahl vorhandener Intensivpflegebetten in Krankenhäuser, zu jeder Zeit, in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, unabhängig möglicher Katastrophenszenarien.
Das System der Triage leben wir ab, das es die Würde von Menschen mit Behinderungen zu Füßen trampelt .

Im täglichen Leben, findet im öffentlichen Nahverkehr eine Diskriminierung von Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern statt. Fahrstühle sind oft defekt oder für Menschen für eine eingeschränkten Orientierungsvermögen schwierig auffindbar. Oft sind Rampen im ÖPNV bei Trambahnen defekt. Busfahrer/innen vom MVG sind im Umgang von Menschen mit Behinderung zu wenig geschult. Nicht alle U-Bahnstationen sind ohne Assistenzen und U-Bahnrampen für jeden zugänglich.

Es gibt zu wenig inklusive Freizeitangebote für alle Personengruppen.
In der Tourismusbranche mangelt es an barrierefreien Hotels und auch der Bereich von barrierefreie Taxis stehen bloß geringer Anzahl zur Verfügung. Da kann es schon mal sein, dass Menschen mit Behinderungen an öffentlichen Veranstaltungen nicht teilnehmen können, da sie im ÖPNV überfordert sind.
Darüberhinaus sind Reisen schwierig realisierbar, da es zum einen, wie oben erwähnt, an barrierefreien Strukturen scheitert oder wenig bis keine ehrenamtlichen Reisebegleiter zur Verfügung stehen.

Wer alleine mit Assistenz wohnen möchte stellt fest, dass die Rahmenbedingungen für einen Auzug, aus einer anderen Wohnform eine große Hürde ist. Das Suchen einer Wohnung für Menschen mit Behinderung ist extrem erschwert. Wir raten davon ab, Menschen mit Behinderung über das SOWON System eine passende Wohnung anzubieten, sondern fordern eine separrierte Wohnungssuche neben der SOWON-Plattform, um einen Chancenausgleich gewährleisten zu können.

Das BTHG führt zur keiner Verbesserung der Rechte von Menschen mit Behinderung, sondern führt zur eine Verkomplexierung bürokratischer Systeme. Zuständigkeiten werden teilweise über Monate hinweg von Kostenträgern verlängert, um eine Finanzierung auszusetzen. Deswegen fordern wir eine Vereinfachung von bürokratischen Anträge.

Wir begrüßen die Positionen des Münchner Behindertenrates und fordern eine Umsetzung der geforderten Maßnahmen, zudem fehlt eine Schnittstelle zwischen dem Münchner Behinderbeirat und der Kommunalpolitik, diese Lücke sollte in Zukunft gefüllt werden.

Danke fürs Lesen!
Inklusion & Teilhabe für ein gutes Miteinander

Wer sich über Inklusion & Teilhabe für ein gutes Miteinander informieren möchte, uns unterstützen möchte besucht unsere Homepage: https://tobiasmueller1993.wixsite.com/inklutel

Tobias Müller

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